Hoffnung am Sternenhimmel

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03.12.2019 Betriebsversammlung bei Mercedes Benz in Rastatt stark besucht - 200 Leiharbeitnehmer*innen werden Anfang 2020 übernommen - Vorstandsmitglied Hr. Burzer stellte sich kritischen Fragen.

Die Betriebsversammlung am 26.11.2019 bei Mercedes Benz Rastatt ist mit Spannung bei den Beschäftigten erwartet worden, dies zeigte sich nicht zuletzt an einer sehr guten Teilnahme der Rastatter-Belegschaft.
Zu Beginn konnte der Betriebsratsvorsitzende, Murat Sür, mit positiven Nachrichten aufwarten. "Dem Betriebsrat ist es gelungen, trotz einer derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation eine Zusage für 200 Übernahmen zu erhalten. 200 Leiharbeitsbeschäftigte bekommen somit eine Perspektive hier bei uns im Werk". 150 DEKRA-Beschäftigte würden Anfang 2020 mittels eines unbefristeten Arbeitsvertrages übernommen - 50 Beschäftigte erhielten einen auf ein Jahr befristeten Arbeitsvertrag im Konzern, so Sür weiter.

Michael Lehmann, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, konfrontierte anschließend das anwesende Vorstandsmitglied, Herrn Jörg Burzer, mit den drängendsten Fragen der Rastatter-Belegschaft zum angekündigten Sparkurs des Konzerns. Weitere Fragen hatten die (verschobene) Werkserweiterung und die damit verbundene Elektromobilität zum Thema, sowie kritische Fragen bzw. Anmerkungen zu den aktuellen Strafzahlungen des Konzerns.
Den Fragen der Beschäftigten vorausgegangen war ein Bericht von Herrn Burzer. In diesem stellte er die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen dar. Hierbei erklärte er weiter, dass die Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam zu bewältigen seien. Verdeutlicht wurde in diesem Zusammenhang aber auch, dass sich das Unternehmen an geschlossene Vereinbarungen (wie bspw. der ZuSi 2030) halten werde.

Bodo Seiler von der IG Metall Gaggenau verwies in seinem Beitrag auf die bevorstehenden Veränderungen in der Wirtschaft - insbesondere in der Automobilindustrie. Seiler: "Statt kluger Zukunftsperspektiven wird in vielen Unternehmen derzeit lieber der Rotstift angesetzt. Zu solchen Plänen hat die IG Metall eine klare Haltung: Nicht mit uns!" Der Gewerkschafter stellte mit Nachdruck die Forderungen der Gewerkschaft dar: Investitionen in neue Produkte, Qualifizierung der Beschäftigten, Bekenntnis der Unternehmen zum Standort Deutschland. Kurzum: Zukunft für alle Beschäftigte. Gemeinsam sei man bereit, mit den Arbeitgebern an Lösungen zu arbeiten - sofern die Forderungen der Gewerkschaft erfüllt würden.

Letzte Änderung: 03.12.2019