Tarifstreit bei König Metall

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18.07.2019 Aus dem Tarifergebnis vom letzten Jahr entzündet sich aktuell ein Konflikt zwischen der Geschäftsleitung von König Metall und der IG Metall Gaggenau.

Das Tarifergebnis vom letzten Jahr beinhaltet prozentuale Erhöhungen der Entgelte, sowie qualitative Bestandteile. Bei Letzterem wurden Regelungen zu einem Kindergartenzuschuss, zum Rauchen sowie Raucherplätzen und zur Sanierung der sanitären Einrichtungen mit Erledigungsterminen vereinbart. Bei Nicht-Einhaltung der Termine zur Erledigung muß eine zusätzliche Erhöhung der Entgelte um 0,5 % ab Juli gewährt werden.
Erfolgreich konnten die Themen Kindergartenzuschuss und Rauchen geregelt werden. Der Konflikt erstreckt sich nun auf die Erledigung der Sanierung der sanitären Einrichtungen. Aus Sicht von IG Metall und Betriebsrat waren die betroffenen Duschen und WCs zum 30. Juni 2019 nicht saniert. Sie waren noch im Umbau. Die Geschäftsleitung hingegen sieht ihre Aufgaben als erledigt, da der Umbau läuft bzw. noch weitere Umbauten erfolgen sollen.
Ein Gespräch zwischen der Verhandlungskommission der IG Metall und der Geschäftsleitung konnte keine Klärung herbeiführen.
"Wir bedauern es, dass es hierzu diesen Konflikt gibt. Aber Intention und Text des Tarifvertrages sind eindeutig. Und das war bei der Verhandlung auch so gewollt" betont Claudia Peter, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau. Aus ihrer Sicht ist der Tarifvertrag in Sachen Sanierung nicht erfüllt und die Beschäftigten haben ein Recht auf zusätzliche 0,5 % Entgelterhöhung. "Wenn die Beschäftigten die Erhöhung nicht mit ihrer Abrechnung für den Juli bekommen, werden wir unseren Mitgliedern die Geltendmachung empfehlen", so Peter weiter.

Letzte Änderung: 18.07.2019