Nach Musikhören - anderer Meinung?!

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18.10.2017 Rechte Musik, Naziparolen und fragwürdige Texte - in der Karl-Kloß Jugendbildungsstätte schallte ungewöhnliche Musik aus den Seminarräumen.

Und das nicht, weil die IG Metall auf ihren Veranstaltungen so eine Musik hört, sondern um über Texte und Musik zu diskutieren - von der Band Böhse Onkelz, über Freiwild bis hin zu Oi Punk Bands, die angeblich "total unpolitisch" sind. Aber auch über die Verwendung von Pop-Liedern auf Nazi-Demos.

Die 15 TeilnehmerInnen des Seminars "Wie eine Meinung beim Musikhören entsteht!" nahmen sich Zeit, Musik und die dazugehörigen Musikvideos zu sichten, um die Inhalte auf politische Botschaften zu prüfen und zu bewerten.

Das erwies sich nicht als einfach. Rege wurde diskutiert, wie Inhalte auszulegen sind und ab wann eine Band als "extrem" einzustufen ist. Z.B. hatte Rammstein mit dem Skandalsong "Pussy" ein überzogenes sexistisches Musikvideo veröffentlicht, das bis heute stark in der Kritik steht. Aber auch Hymnen, wie das Niedersachsenlied, werden heutzutage in kaum einem Stadion mehr gespielt, auch aufgrund der gesellschaftlichen Debatte über die Inhalte.

Das Fazit des Seminars ist, dass viele Parolen in den Texten versteckt sind. Mitgrölen können viele und tun es auch. Aber Gedanken macht man sich in den wenigsten Fällen als Normalhörer.

Die TeilnehmerInnen werden weiterhin kritisch mit Musikinhalten umgehen und sich nicht so schnell beeinflussen lassen.

Anhang:

WES Jugend

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Letzte Änderung: 18.10.2017