Das "Parlament" der Sozialversicherung

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01.09.2017 Viele Versicherte haben es bereits getan - eine letzte Wahl ist noch offen.

Bei der Sozialwahl können Versicherte darüber bestimmen, wer ihre Interessen in den Entscheidungsgremien der Sozialversicherung (z.B. Krankenkasse) vertritt.
Bereits vor einigen Monaten fanden Wahlen bei den Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern statt (zu den Ergebnissen der Wahlen siehe unten). Ab September sind nun auch die Versicherten der BARMER zur Wahl aufgerufen. Entsprechende Wahlbriefe werden den Versicherten postalisch ab dem 01.09.2017 nach Hause geschickt.

Auch die IG Metall tritt mit einer eigenen Liste bei der BARMER an.

Gewählt werden bei der Sozialwahl Listen. Das heißt, auf dem Wahlzettel stehen keine Personen, sondern die Namen von Organisationen, die Kandidaten in die Selbstverwaltung entsenden wollen. Das sind in der Regel Gewerkschaften, aber auch christliche Arbeitnehmerorganisationen oder andere Gemeinschaften, in denen sich Versicherte organisiert haben. Auch die IG Metall tritt mit einer eigenen Liste an. Wir setzen auf erfahrene KandidatInnen und diese wiederrum setzen sich für eine arbeitnehmerfreundliche Politik, für die Interessen der Versicherten ein! Deshalb: IG Metall wählen!

Die bisherigen Wahlergebnisse im Überblick:

Die Wahlergebnisse bei den Krankenversicherungen (Urwahl):
Bei vier Ersatzkassen gab es Urwahlen. Bei der TK erzielte die IG Metall-Liste einen Stimmenanteil von 6,9 Prozent. Das ist ein Stimmenzuwachs von knapp zwei Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Sozialwahl. Es bleibt bei einem Mandat.
Erstmals trat die IG Metall bei der DAK-Gesundheit mit einer eigenen Liste an und konnte sich einen Sitz sichern. Diesen Sitz hatte sie zuvor durch die Fusion der DAK und BKK Gesundheit erhalten.

Bei KKH und hkk haben Kolleginnen und Kollegen der IG Metall auf DGB-Listen kandidiert. Bei der KKH konnte der DGB seinen Sitz halten. Das Mandat wird weiterhin von einem IG BCE-Kollegen wahrgenommen. Bei der hkk verlor der DGB seinen Sitz, den bisher ein IG BAU-Kollege besetzte. Wesentliche Ursache ist die Verkleinerung des Verwaltungsrates.

Die Wahlergebnisse bei der Rentenversicherung (Urwahl):

Im Bereich der Rentenversicherung fanden bei der Deutschen Rentenversicherung Bund und erstmals bei der DRV Saarland Urwahlen statt. Bei der DRV Bund konnte die IG Metall ihren Stimmanteil um rund zwei Prozentpunkte auf 6,5 Prozent erhöhen und ihr Mandat in der Vertreterversammlung sichern. Bei der DRV Saarland hat die IG Metall-Liste knapp 39 Prozent der Stimmen gewonnen, erhält sechs Sitze und verdoppelt damit ihre Mandate. Die DGB-Liste erreichte mit fast 25 Prozent vier Sitze, so dass Gewerkschaften in der Vertreterversammlung eine Zweidrittelmehrheit haben.

Wahlbeteiligung:

Bei den meisten Sozialversicherungsträgern ist die Wahlbeteiligung geringfügig gestiegen. Bei der TK ist sie um einen Prozentpunkt gesunken. Die durchschnittliche Wahlbeteiligung liegt bei 30,39 Prozent (2011: 30,15 Prozent) und bleibt damit im Vergleich zur Sozialwahl 2011 stabil.

Letzte Änderung: 17.05.2018