Gerechtigkeit!

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22.05.2017 Sie spielt in vielen Lebenslagen eine entscheidende Rolle - nicht nur im Arbeitsleben.

Gerechtigkeit beginnt schon im frühen Kindesalter, genauer gesagt in der Schule. Noch immer sind in Deutschland Bildungschancen von der sozialen Herkunft abhängig.

"Viele sind heute von einer fairen Chance auf Fortbildung im Berufsleben ausgeschlossen. Ein Initiativrecht für Betriebsräte zur Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen ist überfällig. Die nächste Bundesregierung muss hier endlich handeln", forderte Claudia Peter.

Unterstützt wird Peters Aussage von Ergebnissen der durchgeführten Beschäftigtenbefragung. 90 % der Befragten in Gaggenau geben an, dass es einer Bildungspolitik bedarf, die Bildungschancen unabhängig von der sozialen Herkunft eröffnet und ein verbrieftes Recht auf betriebliche Weiterbildung garantiert.

Gerechtigkeit muss es aber auch im Arbeitsleben geben - dafür sorgen u. a. die Tarifverträge der IG Metall. 90 % der Befragten in Gaggenau geben hierzu an, dass sie mehr von der Politik hinsichtlich des Schutzes durch Tarifverträge erwarten.

"Nur Tarifverträge garantieren eine faire und verlässliche Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen. Fehlt die Tarifbindung, droht Lohndumping - wie beim Missbrauch von Werkverträgen. Die Politik muss dafür sorgen, dass für möglichst viele Beschäftigte ein Tarifvertrag gilt. Outsourcing darf nicht dazu führen, dass sich Arbeitgeber davor drücken, Tariflöhne zu zahlen", merkt Heiko Maßfeller an.

Seit geraumer Zeit geht es auch in den sozialen Sicherungssystemen nicht mehr gerecht zu, beispielsweise bei den Krankenversicherungen. Auch das haben die Beschäftigten in Gaggenau erkannt - 93 % der Befragten fordern daher wieder eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherung.

Letzte Änderung: 17.05.2017