Delegiertenversammlung

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09.12.2016 Mehr Rente - mehr Zukunft

Faire Rente? - Diese Frage war Mittelpunkt der 4. Delegiertenversammlung 2016. Dirk Neumann erläuterte in seinem Referat die Forderungen der IG Metall. Die anschließende Diskussionsrunde war lebhaft und engagiert.

Rund 100 Delegierte und interessierte IG-Metall-Mitglieder folgten am Mittwoch aufmerksam dem Vortrag von Dirk Neumann, in welchem der Spezialist für Sozialpolitik den komplexen Sachverhalt rund um die Vorschläge der IG Metall zum Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung kompakt und verständlich erläuterte.
Neumann machte anhand von Beispielen deutlich, wie die Arbeitgeber, aber auch rechtspopulistische Gruppierungen den Konflikt zwischen Jung und Alt schüren - "Wahlkampfgeschenke" für zukünftige Rentner würden auf Kosten der jungen Generationen verteilt.
Die vermeintlichen Gegenmaßnahmen wie "Koppelung an steigende Lebenserwartung, Rente mit 69, 70 und sogar 73", also eine immer höhere Regelaltersgrenze und die somit folgenden Rentenkürzungen durch massiv hohe Abschläge nahm Neumann sachlich "auseinander". Und stellte dem die Vorschläge der IG Metall entgegen.

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Strukturreform wird notwendig.

Tatsache ist: Das Rentenniveau befindet sich auf Talfahrt. Von 53% zur Jahrtausendwende auf 47,5% in diesem Jahr. Würde der Abwärtstrend weitergehen, drohten im Jahr 2030 43%. Für einen Durchschnittsverdiener (3.000 brutto) bedeutet dies ein Absturz der Rentenzahlung von 1.530 Euro (2000) auf 1.370 Euro (heute) und schließlich 1.240 Euro (in Zukunft).
Erste Erfolge der Rentenkampagne der IG Metall zeigen sich bereits in den Vorschlägen von Bundearbeitsministerin Andrea Nahles. Jüngst hat diese den Vorschlag einer sogenannten "doppelten Haltelinie" ins Gespräch gebracht. Das Rentenniveau dürfe nicht unter 46 % sinken.
Aus Sicht der IG Metall ist dies zwar ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch nicht genug. Die Rente hatte in der Vergangenheit - und soll auch in Zukunft- zwei ureigene Aufgaben erfüllen: einerseits die Sicherung des Lebensstandards und andererseits die Verhinderung von Armut im Alter. Dies würde mit einem Rentenniveau bei 46 % allerdings nicht gelingen.

Neumann: " Wir müssen die Rente dauerhaft stabilisieren und stärken - insbesondere für die jüngeren Generationen! Hierfür muss endlich Schluss sein mit den permanenten Entlastungen der Arbeitgeber. Wir brauchen eine Signalwirkung für die umfassende Erneuerung des Sozialstaates."

Phasenweise verbessern

Die IG Metall schlägt drei Phasen auf dem Weg zur angemessenen Rente vor: 1.Rentenniveau stabilisieren, weitere Absenkungen verhindern. 2. Renten- an Lohnentwicklung ankoppeln und 3. das Rentenniveau schrittweise auf neues Sicherungsziel anheben.

Wie das finanziert werden soll? Dirk Neumann ist sich sicher, dass hier nur das Eine weiterhelfen wird: Solidarität! Als Bausteine für ein solides Finanzierungsmodell empfiehlt er einen höheren Bundeszuschuss aus Steuermitteln, die Erweiterung des versicherten Personenkreises, die Schaffung einer Demographiereserve sowie die (gemäßigte) Anhebung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung.
"Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die Rente kein Geschenk ist, sondern der Garant für eine gute Zukunft für alle - auch für die Jüngeren" führte Neumann weiter aus. "Deshalb darf es keine weiteren Geschenke an die Arbeitgeber auf Kosten der Beschäftigten mehr geben!"
Unter dem Applaus der Anwesenden schloss Dirk Neumann mit den Worten: "Nach dem heutigen Modell wird die Rente in Zukunft zum Leben nicht reichen - auch nicht bei auskömmlichen Gehältern. Die Politik entzieht sich ihrer Verantwortung... erinnern wir sie daran!"

Die anschließende, lebhafte und engagierte Diskussion zeigte deutlich, dass die Rente auch in der Region ein Thema ist, das es "in sich hat". Kaum ein "Ü40" unter den Anwesenden, der sich nicht Sorgen und Gedanken um sein Dasein als Rentner macht. Im Gegensatz dazu die klare Antwort der (ebenfalls anwesenden) jüngsten Generationen unter den Metallern der Region: "Kein Thema für uns!" Noch kein Thema, muss man wohl hinzufügen...

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Ereignisreiches 2Jahr 016

Vor dem Referat zur zukünftigen Alterssicherung erinnerte die 1. Bevollmächtigte, Claudia Peter, in ihrem traditionellen Jahresrückblick an die Höhen und Tiefen eines in jeder Hinsicht ereignisreichen Jahres. Die Kriege in Syrien und Afghanistan, der nach Europa übergreifende Terror, die Flüchtlingsproblematik in Deutschland, der Brexit und die US-Wahlen, bei denen ein mit Vorsicht zu genießender Mann zum Präsident gewählt wurde, stehen im krassen Gegensatz zu einem Jahr, in dem Unterstützung für Notleidende, vorbildliches, ehrenamtliches Engagement, politischer Einsatz (wie etwa bei den Demonstrationen gegen TTIP und CETA) überdurchschnittlich oft zu beobachten waren.

Die GewerkschaftssekretärInnen Astrid Haack, Heiko Maßfeller und Bodo Seiler berichteten über Neues und mitunter Problematisches aus den Betrieben der Region. Der für die Metallerjugend zuständige Sekretär, Christian Herbon, schilderte eine hervorragende Jugendarbeit in der Region, die mit einem Organisationsgrad von 74 % unter den neuen Auszubildenden einen vorläufigen Höhepunkt findet.

Blick nach vorn

Claudia Peter erläuterte in ihrem Jahresausblick 2017 die Ziele und Maßnahmen der Geschäftsstelle Gaggenau: bessere Arbeitszeitregelungen, inhaltliche Mitgestaltung der Tarifrunden, neue Betriebe mit Interessenvertretungsstrukturen, verbesserte Öffentlichkeitsarbeit , verbesserte Teilnahme am Bildungszeitgesetz und ein inhaltliches Engagement bei den anstehenden Herausforderungen in der Automobilindustrie (wie etwa E-Mobilität).

Derzeit sind 22.700 Mitglieder bei der Geschäftsstelle Gaggenau registriert (davon 14.800 betriebliche Mitglieder).

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Letzte Änderung: 12.12.2016