Starke Gemeinschaft

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04.12.2015 Die vierte Delegiertenversammlung des Jahres war auch die letzte in dieser Legislaturperiode. Die Themen u.a.: Terror in Paris, Flüchtlinge, Tarifpolitik 2016,Strategie 22.

Die vierte Delegiertenversammlung des Jahres war auch die letzte in dieser Legislaturperiode. In der Rastatter Badner Halle diskutierten die GewerkschafterInnen den Umgang mit dem Terror in Paris, eine solidarische und nachhaltige Willkommenspolitik für Flüchtlinge, die Tarifpolitik 2016, eine steigende Mitgliederentwicklung der Geschäftsstelle Gaggenau und die kommende Etappe der "Strategie 22".

"Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Terror!" rief Claudia Peter, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau den Delegierten zu. "Die Anschläge in Paris richten sich nicht gegen eine Nation, sie richten sich gegen alle friedliebenden Menschen, gegen Menschenwürde, gegenseitigen Respekt und Toleranz. Deshalb lasst Euch von diesen Terroristen und ihren Gräueltaten nicht einschüchtern!"

"Wir sollten weiterhin strikt an einer solidarischen Willkommenspolitik für die Flüchtlinge festhalten - genau so, wie wir es bisher schon in zahlreichen Aktivitäten in den Betrieben, mit ehrenamtlichem Engagement, kurz: mit solidarischem Verhalten gezeigt haben," mahnte Claudia Peter weiter.
Sie erinnerte zudem an die dunklen Zeiten des NS-Regimes, während denen viele verfolgte Gewerkschafter in Ländern wie Frankreich, Großbritannien und den USA Zuflucht gefunden hatten - ganz ohne Aufnahme-Obergrenzen.
Die 1. Bevollmächtigte kritisierte abschließend zum Thema die Reaktionen der Politik auf die Anschläge in Paris. "Alle Erfahrungen der letzten Jahre haben doch gezeigt, dass sich solche Konflikte eben nicht mit Waffengewalt beilegen lassen. Deshalb können Bomben niemals eine Lösung sein!"
In diesem Zusammenhang sei auf eine kleine, aber immer wirksame Geste der Solidarität hingewiesen: Den IG Metall-Sticker "MENSCHEN WILLKOMMEN" - einfach bei der Geschäftsstelle Gaggenau anfordern!

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Gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen

Den kürzlich von Arbeitsministerin Nahles vorgelegten Gesetzesentwurf gegen Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen (Verleihdauer max. 18 Monate, nach 9 Monaten gleiche Bezahlung, Öffnung für Regelungen in Tarifverträgen, schärfere Prüfkriterien) bewertete Claudia Peter mit "richtiges Zeichen, aber..." Sie kritisierte die nach wie vor völlig unzureichende Beteiligung des Betriebsrates am Entscheidungsprozess: Der BR soll laut Gesetzesvorlage auch in Zukunft nur informiert werden! Auch gebe es in dem Gesetzesentwurf keine Regelung gegen die dauerhafte Besetzung von Arbeitsplätzen durch Leiharbeit.

Gewerkschaftstag 2015

Der 2. Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau, Heiko Maßfeller, berichtete vom Gewerkschaftstag 2015 und erläuterte in aller Kürze die Ergebnisse der Vorstandswahl (1. Vorsitzender Jörg Hofmann 91,3%, 2. Vorsitzende Christiane Benner 91,9 %, Hauptkassierer: Jürgen Kerner 98,5%). Maßfeller sprach zudem die beim Gewerkschaftstag diskutierten Themen aus der Gesellschaftspolitik, Ziele der Jungen IG Metall, den Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung, die anstehende Betriebs- und Tarifpolitik sowie eine neue Arbeitszeit- und Organisationspolitik an. Wichtiger Beschluss "am Rande" (aufmerksame Leser haben es vielleicht schon bemerkt): Aus "Verwaltungsstelle" soll im zukünftigen Sprachgebrauch "Geschäftsstelle" werden.

Tarifgebundene Betriebe sind erfolgreicher

"Unser Erfolg geht seit mehr als 15 Jahren nicht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit!" stellte Claudia Peter zum Thema Tarifpolitik klar. Tarifgebundene Betriebe seien wirtschaftlich deutlich stabiler als nichttarifgebundene Unternehmen, erläuterte Peter weiter anhand vergleichender Wachstumsgrafiken. "Mit unserer Tarifpolitik tragen wir zum volkswirtschaftlichen Nutzen bei!"
Entsprechend selbstbewusst könne man in die anstehende Tarifrunde 2016 gehen. Deren grober "Zeit- und Fahrplan": Forderungsdiskussion im Januar, Forderungsbeschluss durch Große Tarifkommission im Februar, Organisations-Vorbereitungen und weitere Diskussionen in den Betrieben im März, Verhandlungs- und Aktionstage im April (Beginn der Unfriedenspflicht 29.4.), Warnstreikphase im Mai. Ausführliche Info folgt zu gegebener Zeit.

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Wir sind immer mehr!

22.626 Mitglieder zählte die IG Metall Gaggenau im November 2015, wovon 14.762 Betriebsangehörige waren. "Eine weiterhin hervorragende Entwicklung," kommentierte Claudia Peter und bedankte sich explizit bei den Delegierten für deren Einsatz an der "Werbefront" in den Betrieben.
Gewerkschaftssekretär Christian Herborn erläuterte den proportional enormen Mitgliederzuwachs unter den neuen Auszubildenden in den Betrieben.

Strategie 2020 - Etappe 2016

Seit 2013 beschließt die IG Metall unter dem Oberbegriff "Strategie 2020" ihre strategischen Ziele. Für das Etappenjahr 2016 konnten die Delegierten im Vorfeld der Versammlung ihre Meinungen und Anregungen zur Strategie abgeben. Eine gar nicht so selbstverständliche Mitsprachemöglichkeit, bei der die IG Metall Gaggenau übrigens eine Pionierfunktion in Süddeutschland einnimmt. Was wiederum von der Bezirksleitung aufmerksam und mit Begeisterung verfolgt wird, wie Martin Gürtler von der Bezirksleitung in Stuttgart in einer kurzen Ansprache erläuterte.

Die Auswertung der ausgefüllten Fragebogen ergab einen ausgesprochen hohen Beteiligungswillen der Delegierten an den kommenden strategischen Maßnahmen. Inhaltlich stützten sie mehrheitlich sämtliche Vorgaben und Vorschläge, brachten aber auch mit häufigen Kommentaren weitere Aspekte für die "Etappe 2016" ein. Vor allem trugen sie die Forderung nach notwendigem, zusätzlichem Mitgliederwachstum unter den Betriebsangehörigen und regten u.a. einen verbesserten öffentlichen Auftritt, etwa in den sozialen Netzwerken und auf der Website der IG Metall Gaggenau an.

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Neuer Ortsstatut - Sinzheim und Rheinstetten jetzt offiziell dabei

Abgestimmt wurde bei dieser Delegiertenversammlung über einen neuen Ortsstatut, der nur "offiziell" wirklich neu ist. Denn Sinzheim und Rheinstetten zählen schon seit Jahrzehnten nur noch formal zum Verwaltungsgebiet der Geschäftsstelle Offenburg und werden seit jeher von der IG Metall Gaggenau betreut. Per Akklamation wurde nun der "neue" Ortsstatut beschlossen.

Könige der Anwesenheit

Claudia Peter ehrte zwei Kollegen für eine 100 %ige Teilnahme an den Delegiertenversammlungen der laufenden Amtszeit: Hermann Ganz und Klaus Kölmel waren jedes Mal dabei.

Starke Gemeinschaft

Anlässlich der anstehenden Organisationswahlen im nächsten Jahr fragte die IG Metall Gaggenau bei den derzeitigen Delegierten, die sich bei dieser Versammlung zum letzten Mal in dieser Konstellation trafen nach, was sie in den vergangenen vier Jahren ihrer Legislaturperiode besonders prägte oder beeindruckte. Auf die Frage, was die IG Metall für die Delegierten bedeute, wurde einstimmig "eine starke Gemeinschaft" genannt.
Mal ehrlich: Kann es eine schönere Bestätigung für die Arbeit einer Gewerkschaft geben?

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Delegiertenversammlung Dezember 2015

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Letzte Änderung: 04.12.2015