EVOCA verweigert Gespräche

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03.12.2018 Das Unternehmen "EVOCA" in Rastatt verweigert nach der Aufforderung zur Tarifverhandlung jegliche Gespräche mit der IG Metall.

Mehrfach wurde versucht, Gespräche mit dem Geschäftsführer zu führen. Leider bisher ohne Erfolg. Über den Betriebsrat ließ er ausrichten, dass er mit der IG Metall auch weiterhin nicht reden wolle.

Die Forderung der Beschäftigten nach einem Tarifvertrag und die Aufforderung zu Verhandlungen wurde der Geschäftsleitung am 19. November überbracht. Zu einem Gespräch war der Geschäftsführer jedoch nicht bereit. Seitdem verweigert er sich jedem Kontakt mit der IG Metall.

"Das ist keine Lösung, einfach zu blockieren. Die Mitglieder haben ihr gutes Recht wahrgenommen, einen Tarifvertrag zu fordern, der endlich gute und faire Arbeitsbedingungen regelt. Eine solche Verweigerungshaltung macht absolut keinen Sinn. Wir fordern den Geschäftsführer auf, sich mit uns an einen Tisch zu setzen und konstruktiv zu verhandeln.", so Christian Herbon, zuständiger Gewerkschaftssekretär der IG Metall.
Die IG Metall-Mitglieder wie auch die Geschäftsstelle in Gaggenau würden sich nicht ewig hinhalten lassen - bewertet Herbon weiter.

Beschäftigte des Kaffeeautomaten Herstellers EVOCA im Industriegebiet Rastatt haben vor einigen Wochen Kontakt zur IG Metall aufgenommen. Sie informierten sich zunächst über Betriebsvereinbarungen. Das Gespräch brachte schnell Klarheit. Die Beschäftigten bei EVOCA werden deutlich schlechter bezahlt als in der Branche üblich. Nach einer Informationsveranstaltung sind über Nacht mehr als 2/3 der Beschäftigten der IG Metall beigetreten. Nur wenige Tage nach dem ersten Treffen und einer Mitgliederversammlung stand die Tarifforderung fest.

Letzte Änderung: 03.12.2018