Druck für einen Tarifvertrag

Vorschaubild

28.11.2018 "Mehr Druck auf die Tube" - unter diesem Motto steht die Tarifauseinandersetzung bei dem Automobilzulieferer HBPO in Rastatt.

Tarifverhandlungen sind wie eine gute Tube Senf - unten kräftig drücken, damit oben auch etwas herauskommt.

Diesen Druck bauen die Beschäftigten nun auf - weil offensichtlich sachliche Argumente nichts nutzen. Die IG Metall Gaggenau hat die Beschäftigten von HBPO am heutigen Mittwoch zu erstmaligen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Im Juni diesen Jahres wurde die Geschäftsleitung zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Nach anfänglich konstruktiven Gesprächen hat die Geschäftsleitung nunmehr gegenüber der IG Metall Gaggenau erklärt, dass HBPO nicht mehr für Tarifverhandlungen zur Verfügung steht. Vielmehr strebe man Verbesserungen auf betrieblicher Eben an.

Bodo Seiler, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gaggenau und Verhandlungsführer, erklärt hierzu: "Leider konnte bzw. wollte uns die Geschäftsleitung auf Nachfrage nicht mitteilen, wieso sie für Tarifverhandlungen nicht zur Verfügung steht. Stattdessen wurde uns mit einem Auslauf des derzeitigen Auftrages am Standort gedroht, sollten wir eine Tarifbindung am Standort durchsetzen.
Das zeigt, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben. Die Beschäftigten fordern mehr Transparenz, Sicherheit und Gerechtigkeit mittels eines Tarifvertrages und die Geschäftsleitung reagiert hierauf mit Drohgebärden."

Sollte die Geschäftsleitung von HBPO in Rastatt weiterhin Tarifverhandlungen ablehnen, werde es zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommen, so Seiler abschließend.

Letzte Änderung: 27.11.2018