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IG Metall Gaggenau

IG Metall Geschäftsstelle Gaggenau



Sie wollen Streit?

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29.08.2018 Wir sind bereit! Der Rechtsschutz bei der IG Metall Gaggenau

"Kollege Mustermann trug durch seine Geselligkeit zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Wegen seiner Pünktlichkeit war er stets ein gutes Vorbild und für die Belange der Mitarbeiterinnen bewies er immer Einfühlungsvermögen" - kennen Sie solche Sätze?

Richtig! Oft finden sich solche (oder so ähnliche Sätze) in Arbeitszeugnissen. Aber was genau bedeuten die oben genannten Aussagen?
Gut, wenn Beschäftigte Mitglied der IG Metall sind - denn dann können sie ihre Arbeitszeugnisse einfach überprüfen lassen.

Im o. g. Fall hätte die Prüfung des Zeugnisses (bzw. die Übersetzung der Zeugnissprache) Folgendes ergeben:

1. Kollege Mustermann neigt zu übertriebenem Alkoholgenuss während der Arbeit.
2. Kollege Mustermann ist für den Betrieb unbrauchbar.
3. Kollege Mustermann war ständig auf der Suche nach Sexualkontakten.

Klingt auf einmal nicht mehr so gut, oder? Glücklicherweise finden sich solche Ausführungen doch nur sehr selten in Arbeitszeugnissen wieder.

Probleme?
Aber was tun, ...
... wenn der Chef dem Beschäftigten offensichtlich falsche Arbeitszeugnisse ausstellt?
... oder wenn plötzlich die Kündigung übergeben wird?
... oder das Zeitkonto Unregelmäßigkeiten aufweist?
... oder die beantragte Schwerbehinderung abgelehnt wird?

In solchen (und vielen anderen) Fällen des Arbeits- und Sozialrechts hilft der Rechtsschutz der IG Metall!

Erste Anlaufstelle ist immer die IG Metall.
Kommt es zu Problemen, die weder durch den Beschäftigten noch den Betriebsrat gelöst werden können, sollten sich Beschäftigte immer zuerst bei der IG Metall melden, am besten telefonisch unter (07225 96 87 0) oder per E-Mail an gaggenau@igmetall.de.

Die GewerkschaftssekretärInnen übernehmen die Erstberatung und unterstützen die Mitglieder.
Im Beratungsgespräch wird besprochen, wie mit dem Fall umgegangen wird und welche weiteren (rechtlichen) Schritte notwendig sind.
Übrigens: In Gaggenau finden jeden Mittwoch einen ganzen Tag lang (09:30 - 16:30 Uhr) Rechtsberatungen statt - telefonische Voranmeldung ist jedoch notwendig

Bei Gerichtsverfahren kommt der DGB Rechtsschutz ins Spiel.
Viele größere und kleinere Probleme lassen sich durch einen kurzen Anruf oder einen Brief aus der Welt schaffen - nicht aber beispielsweise bei einer Kündigung.
Erste Anlaufstelle bleibt aber die IG Metall. Im Beratungsgespräch werden bei einer Kündigung erste wichtige Fragen geklärt, z.B.:

- Ist die Kündigung formal richtig?
- Wurden die Fristen eingehalten?
- Besteht ein besonderer Kündigungsschutz?

Deshalb ist es wichtig, dass die betroffenen Beschäftigten zur Erstberatung immer alle relevanten Unterlagen mitbringen, z. B.:

- den Arbeitsvertrag
- eventuell vorhandene Abmahnungen
- Schreiben von Behörden
- Schreiben des Arbeitgebers

Nachdem alle Daten aufgenommen, im Beratungsgespräch die wichtigsten Fragen geklärt und Vollmachten unterzeichnet wurden, übergibt die IG Metall (bspw. bei einer Kündigung):
- die Unterlagen
- die Rechtsschutzzusage
- und die Kostenübernahmeerklärung

dem DGB Rechtsschutzbüro in Karlsruhe. Das fünfköpfige Anwaltsteam übernimmt alle notwendigen Daten und Informationen zum Verfahren. Danach erhält das jeweilige Mitglied eine Mandatsbestätigung vom DGB Rechtsschutzbüro. Diese enthält Informationen zu Ansprechpartner, zum Verfahren selbst und zum weiteren Vorgehen.

Fallbearbeitung und Strategie
Nach der Verfahrensübernahme entwirft der DGB Rechtsschutz eine Prozessstrategie und klärt mit dem betroffenen Mitglied die Details. Während der Zeit der Fallbearbeitung werden sogenannte Schriftsätze bei Gericht ausgetauscht. Vom Tag der Verfahrensübernahme bis zum ersten Gerichtstermin vergehen in der Regel gut 4 Monate. Über den Gerichtstermin werden die Mitglieder selbstverständlich informiert, sobald dieser dem DGB Rechtsschutz bekannt ist.

vor Gericht
Richter versuchen bei einer Verhandlung sehr oft, eine gütliche Einigung ("Vergleich") zu erzielen. Nur wenn dies nicht gelingt, kommt es zu einem Urteil. In unserem Anfangsfall würde das bedeuten: Korrektur des Arbeitszeugnisses und Streichung der unzulässigen Passagen.

Bei Problemen melden!
Arbeitsrechtliche und sozialrechtliche Beratung und die (ggf.) notwendige Vertretung vor Gericht sind für IG Metall Mitglieder kostenfrei. Bei Problemen können sich die Mitglieder jederzeit an die IG Metall Gaggenau wenden:

telefonisch: 07225 96 87 0
oder per Mail Gaggenau@igmetall.de

Letzte Änderung: 21.08.2018


Adresse:

IG Metall Gaggenau | Hauptstrasse 83 | D-76571 Gaggenau
Telefon: +49 (7225) 9687-0 | Telefax: +49 (7225) 9687-30 | | Web: www.gaggenau.igm.de

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