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IG Metall Gaggenau

IG Metall Geschäftsstelle Gaggenau



Ganz schön wählerisch!

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05.07.2018 In der BadnerHalle fand am Mittwoch die 2. Delegiertenversammlung statt. Geld oder Zeit? Einer für alle - alle für einen? Mit oder ohne?...nur einige Wahlmöglichkeiten, die diskutiert wurden...

Groß war das Interesse der Delegierten der IG Metall Gaggenau am vergangenen Mittwoch in der BadnerHalle in Rastatt. "Nicht verwunderlich", resümiert Claudia Peter, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau, nach der Veranstaltung. Immerhin hatten und haben die Delegierten (und die Beschäftigten) die Wahl. Nicht nur die Tatsache, dass es bei dieser Delegiertenversammlung vier neue Ortsvorstandsmitglieder zu wählen gab - auch bei vielen gewerkschaftspolitischen Themen sind nunmehr Wahlmöglichkeiten möglich.

Doch was sind das für Wahlmöglichkeiten?

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Gier des Kapitals oder soziale Gerechtigkeit?
Diese Frage müsse gestellt werden, wenn es um den Streit von Schutzzöllen geht. Ein fairer Welthandel und soziale und demokratische Grundsätze seien und blieben der gewerkschaftliche Maßstab, so Claudia Peter in ihrem Geschäftsbericht. Herausforderungen seien international und nur gemeinsam zu bewältigen.

Teilzeit oder Vollzeit?
"Der neue Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie beschert den Beschäftigten eine Wahlmöglichkeit - aber auch das geplante Gesetz zur "Brückenteilzeit" sorgt für mehr Selbstbestimmung im Arbeitsleben", erklärt Claudia Peter den Delegierten. Ab 2019 soll es möglich sein, von Vollzeit auf Teilzeit zu wechseln - und ebenso diesen Weg zurück zu regeln. Ein Gesetz, das die Arbeitgeber als "schwerwiegenden Eingriff in die unternehmerische Freiheit" klassifizieren - "ein Gesetz, mit dem endlich die Teilzeitfalle beseitigt werden kann", hält Claudia Peter entgegen.

Gerecht oder ungerecht?
Arbeitgeber und Beschäftigte teilen sich die Gesundheitskosten - soweit die Theorie. In der Praxis wurde diesem Grundsatz 2004 der Rücken gekehrt - Zusatzbeiträge mussten fortan von den Beschäftigten alleine finanziert werden. Hiergegen formierte sich Widerstand. Vor der Bundestagswahl kam es zu bundesweiten, von der IG Metall organisierten Unterschriftenkampagnen in den Betrieben. Die Unterschriften wurden sodann den örtlichen Bundestagsabgeordneten überreicht - auch im Wirkungsbereich der IG Metall Gaggenau. Nun solle ab dem 01.01.2019 wieder vollständige Parität herrschen, erklärt Claudia Peter - ganz zum Leidwesen der Arbeitgeber.

Menschen(un)würdiges Leben?
...sollte auf Grund der sehr guten Arbeitsmarktlage, der flächenweisen Vollbeschäftigung und des Fachkräftemangels eigentlich kein Thema sein, fasst Peter die Situation in der Region zusammen. "Und doch gibt es auch in unserer Region eine gefestigte Langzeitarbeitslosigkeit und eine - für die Leute damit verbundene - Perspektivlosigkeit. An dieser Stelle will das Unterstützungsprogramm "Mitarbeit" ansetzen. Unterschiedliche Zuschüsse zum Entgelt und eine fachliche Begleitung sind geplant", so die 1. Bevollmächtigte. Noch in diesem Jahr solle ein entsprechendes Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein.
Doch nicht nur die Arbeitslosigkeit falle laut Peter unter das Stichwort menschen(un)würdiges Leben. Auch die Rente sei hierbei ein Thema: Waren es nicht zuletzt die Arbeitgeber, die mit ihrer gut getarnten "Initiative für soziale Marktwirtschaft" versuchten, gegen die Rentenpläne der Großen Koalition mobil zu machen.

Geld oder Zeit?
Diese Frage stelle sich spätestens ab dem Jahr 2019 auf Grund der dann geltenden neuen tariflichen Regelungen bei besonders belasteten Beschäftigtengruppen, erklärte Claudia Peter den Teilnehmenden der Delegiertenversammlung. Doch sei der neue Tarifabschluss alles andere als ein Selbstläufer, und "die Umsetzung wird sicher nicht überall ohne Reibereien ablaufen", merkt Peter an. Entscheidend, so die 1. Bevollmächtige, sei nun die konsequente Umsetzung in den Betrieben - den Grundsatz: "Wer will, der darf." gelte es im Zweifel durchzusetzen. Die Bedürfnisse der Menschen innerhalb der Betriebe seien sehr unterschiedlich - je nach Beschäftigtenstruktur. Diese gelte es jetzt zunächst zu erfassen und zusammenzutragen.

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Respekt(los)?
Heiko Maßfeller, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Gaggenau, erläuterte die Aktivitäten bei DEKRA. In den vergangenen Tagen war hierüber immer wieder (auch in der Presse) zu lesen. Respektloses Verhalten gegenüber den DERKA-Beschäftigten, Urlaubstage die einfach verschwinden, Zukunftsängste, oder aber eine Wiedereinstellungsgarantie seien nur einige der vielen Themen der "DekranerInnen", so Maßfeller. Zwar hätten die Beschäftigten zwischenzeitlich auf Grund der Aktivitäten der IG Metall Gaggenau eine formlose Wiedereinstellungszusage erhalten, "juristisch belastbar ist diese aber keinesfalls", so Maßfeller. "Die IG Metall Gaggenau, die Betriebsräte und die Vertrauensleute von Daimler Rastatt werden nicht locker lassen", versprach der 2. Bevollmächtigte.

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Tarif(los)?
"Ohne Tarifvertrag verdienen die Beschäftigten im Durchschnitt 25 % weniger als mit Tarifvertrag", erklärt Bodo Seiler, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gaggenau, den Delegierten. "Ein Umstand, den die Beschäftigten von HBPO in Rastatt nicht länger akzeptieren wollten - verstärkt wurde dies nicht zuletzt durch dem Umstand, dass keine zwei Hallen weiter die Beschäftigten von Daimler Rastatt nach Tarif bezahlt werden", so Seiler weiter. Vor gut zwei Wochen sei die Geschäftsleitung von HBPO in Rastatt zu Tarifverhandlungen aufgefordert worden.

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"Auch bei Grammer in Rastatt zeigt sich ein ähnliches Bild", kommentierte Christian Herbon, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Gaggenau, die Tarifforderung der "HBPOler". "Auch die Beschäftigten beim Automobilzulieferer Grammer wollten nicht länger tariflos sein, nachdem sie vor gut einem halben Jahr erstmalig einen Betriebsrat gewählt hatten. "Am heutigen Nachmittag haben wir daher auch die Geschäftsleitung von Grammer zu Tarifverhandlungen aufgefordert", erklärte Herbon unter Beifall der Anwesenden.

Das Beste für alle
Zum Abschluss der Delegiertenversammlung präsentierte Claudia Peter "die Baustellen M+E" für die nächsten Monate: Neben einer Zusammenführung der verschiedenen Manteltarifverträge im Bezirk Baden-Württemberg werde sich die IG Metall auch noch mit dem neuen Gesetz zur betrieblichen Altersvorsorge und der Überarbeitung des Manteltarifvertrages für Auszubildende befassen.

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Letzte Änderung: 05.07.2018


Adresse:

IG Metall Gaggenau | Hauptstrasse 83 | D-76571 Gaggenau
Telefon: +49 (7225) 9687-0 | Telefax: +49 (7225) 9687-30 | | Web: www.gaggenau.igm.de

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