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IG Metall Gaggenau

IG Metall Geschäftsstelle Gaggenau



Internationaler Frauentag 2018

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12.03.2018 Ein Tag, um gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, aber auch ein Tag, um sich der Fortschritte bewusst zu werden.

Der Internationale Frauentag ist weltweit Anlass, einen Blick auf die aktuelle Situation der Frauen zu werfen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Trotz gesetzlicher Gleichstellung sind immer noch Defizite in den Betrieben und der Gesellschaft festzustellen. Frauen kämpfen weiterhin mit geringeren Einkommen, werden bei Beförderungen übergangen oder sind in Führungspositionen schwächer vertreten. Die Entgeltlücke beträgt aktuell immer noch 21%. In Betrieben mit Tarifvertrag und einem Betriebsrat, der dessen korrekte Anwendung kontrolliert, ist die Entgeltlücke nicht mehr vorhanden, da ein Tarifvertrag keine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern macht.

Es gibt aber auch Fortschritte, von denen Frauen profitieren können, zum Beispiel der Tarifabschluss der Metall- und Elektrobranche 2018, der vorsieht, dass frau/man ein Rückkehrrecht in die Vollzeit hat. Der Großteil der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland sind Frauen. Sie sitzen oftmals in der "Teilzeitfalle", wenn sie nach der Betreuung der Kinder oder anderen familiären Verpflichtungen wieder voll in das Berufsleben einsteigen wollen.

Das gesetzliche Wahlrecht für Frauen, das sich dieses Jahr zum 100. Mal jährt, wurde unter verschiedenen Aspekten in den betrieblichen Frauentags-Cafés und Frauen-Treffs beleuchtet. Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden bzw. laufenden Betriebsratswahlen muss frau sehen, dass die Frau oftmals das Minderheitengeschlecht ist und anhand einer Quote in den Betriebsrat gewählt wird.

Betriebliche Aktionen mit regem Austausch gab es dieses Jahr bei Adient Interiors, Mercedes Benz Gaggenau, Mercedes Benz Rastatt, RUF Betten und Siemens. Zum ersten Mal mit einem betrieblichen Frauentags-Café war auch die Maquet-Getinge-Gruppe dabei.

Vergangen Samstag war das Frauenfrühstück, das die IG Metall Gaggenau traditionell zusammen mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Städte Rastatt, Baden-Baden, Gaggenau und des Landkreises Rastatt ausgerichtet hat, wieder ein voller Erfolg. Mit 180 Teilnehmerinnen war es bisher das bestbesuchte Frauenfrühstück.

Im Vortrag von Anke Windsor ging es um den Weg, persönliche oder berufliche Ziele zu finden, zu definieren und umzusetzen, denn wenn frau nicht weiß, wo sie hin will, kann sie dies auch nicht erreichen.

Nach vielen Informationen, die zum Nachdenken angeregt haben, konnten sich die Frauen von der Münchner Kabarettistin Inka Meyer unterhalten lassen, die mit ihrem Programm "Kill me, Kate!- Die gezähmte Widerspenstige", begeisterte. Hier ging es nicht um "Mann-Frau-Gedöns", sondern um Arbeit, Familie, Rente. Hochpolitisch- aber sehr, sehr komisch.

Ungleichheiten gibt es also weiterhin bei der Bezahlung, wenn es um Aufstiegschancen oder berufliche Weiterbildung geht oder auch in der Politik. Der Oberbürgermeister der Stadt Rastatt, Hans Jürgen Pütsch, forderte die anwesenden Frauen in seiner Rede auf, sich in der kommunalen Politik zu engagieren, denn auch hier sind die Frauen deutlich unterrepräsentiert. Die Notwendigkeit des internationalen Frauentags bleibt bestehen. Die Frauen freuen sich schon jetzt auf das nächste Jahr, wenn frau hoffentlich mehr Fortschritt als Ungerechtigkeit feiern darf.

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Frauenfrühstück 2018

Frauenfrühstück 2018

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Frauenfruehstueck 2018

Frauenfruehstueck 2018

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Letzte Änderung: 12.03.2018


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